Im Januar und Februar 2026 wurde im Rahmen des Projektes Kleingewässerentwicklung in Niedersachsen eine Flachwasserzone am Spieksee angelegt. Der See befindet sich nördlich der Gemeinde Dörpen zwischen Ems und der Dörpener Wieke. In dem Bodenabbaugewässer fallen die Ufer größtenteils sehr steil ab und es fehlen wichtige Flachwasserbereiche, in denen sich Makrophyten ansiedeln können und für ein Laich-und Aufwuchsgebiete für Fische und Amphibien sorgen können.
Im Januar und Febraur 2026 wurde im Rahmen des Projektes Kleingewässerentwicklung in Niedersachsen eine Flachwasserzone am Spieksee angelegt.. Der See befindet sich nördlich der Gemeinde Dörpen zwischen Ems und der Dörpener Wieke. In dem Bodenabbaugewässer fallen die Ufer größtenteils sehr steil ab und es fehlen wichtige Flachwasserbereiche, in denen sich Makrophyten ansiedeln können und für ein Laich-und Aufwuchsgebiete für Fische und Amphibien sorgen können. Durch diese Funktionen sind Flachwasserbereiche so wichtig für die aquatische Artenvielfalt.
Am Spieksee mit wenig Flachwasserbereichen bot sich die Möglichkeit zur Herstellung einer ausgedehnten Flachwasserzone am südöstlich gelegenen Ufer zur Förderung von Flora und Fauna. Im Fokus stehen dabei vor allem Aspekte des Fischarten- sowie Amphibienschutzes. Aufgrund der geringen Trübung des Gewässers wird die Förderung von Wasserpflanzen angestrebt. Durch die geringe Tiefe erwärmt sich die Flachwasserzone bereits im Frühjahr deutlich schneller als tiefere Bereiche des Sees und bietet wertvolle Laich- und Aufwuchshabitate mit gutem Nahrungsangebot für verschiedene Fischarten.
Ziele und Voraussetzungen
Das Projekt verfolgt das Ziel, den Spieksee ökologisch aufzuwerten, indem am südöstlichen Ufer eine großflächige Flachwasserzone angelegt wird. Solche Bereiche sind durch gut durchlichtete Uferabschnitte gekennzeichnet, die ideale Bedingungen für das Wachstum von Unterwasserpflanzen schaffen. Diese wiederum sind entscheidend für Pflanzenlaicher wie den Hecht (Esox lucius) oder die Schleie (Tinca tinca). Besonders Jungfische profitieren von Flachwasserzonen, da sie dort durch höhere Wassertemperaturen, ein reiches Nahrungsangebot und vielfältige Rückzugsräume optimale Aufwuchsbedingungen vorfinden. In Baggerseen stellen Flachwasserzonen daher die wirksamste Maßnahme zur Förderung von Fischbeständen dar.
Darüber hinaus nutzen auch zahlreiche Amphibienarten, darunter die Erdkröte (Bufo bufo), der Grasfrosch (Rana temporaria), der Kleine Wasserfrosch (Rana lessonae), der Seefrosch (Rana ridibunda) sowie der Teichfrosch (Pelophylax kl. esculentus) diese Flachwasserbereiche als Lebensraum und Fortpflanzungsstätte.
Maßnahmenplanung
Der ausgedehnte Flachwasserbereich soll eine gleichmäßige Wassertiefe von etwa 30-60 Zentimeter erhalten und über eine rund 7 Meter breite Verbindung an den Spieksee angeschlossen werden. Zu den Seitenbereichen wird das Gewässer flacher mit maximalen Tiefen zwischen 10-30 Zentimeter.
Unterschiedliche Neigungen der Uferbereiche werden ausgeprägt, um Wasserwechselzonen und eine Vielfalt an Lebensräumen zu entwickeln. Der von der Maßnahme betroffene Baumbestand (Einzelgehölze) wird als Strukturelement in die neue entstehende Flachwasserzone eingebracht. Dadurch werden wichtige Strukturbildner im Gewässer von Beginn an etabliert.
Mit der Maßnahme soll eine Wasserfläche von ca. 975 Quadratmeter. Das Gewässer wird nach Abschluss der Bauarbeiten durch den Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. ökologisch begleitet, um die Zielsetzungen der Habitatentwicklung zu überprüfen und anzupassen.
Nachhaltigkeit
In Niedersachsen gibt es viele Bodenabbaugewässer, die insgesamt eine erhebliche Wasserfläche darstellen, aber oft wenig Beachtung finden. Im Rahmen des Projekts „Kleingewässerentwicklung in Niedersachsen“ soll die Maßnahme im Rahmen von Exkursionen, Workshops und einem „Gewässerkatalog“ dazu beitragen, dass auch andere Interessierte ähnliche Projekte umsetzen. Zusätzlich sollen auch andere Gruppen über das Projekt mittels einer Schautafel, Artikel auf der Webseite und den Sozialen Medien über das Projekt informiert werden.
Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit den Fisch- und Gewässerökologen des Angelfischerverbands im Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. und berücksichtigt die lokalen hydrologischen und geologischen Gegebenheiten.
Das Projekt basiert maßgeblich auf dem Engagement von Ehrenamtlichen aus dem Angelsportverein Dörpen e.V. Es wurden mindestens 150 Stunden Arbeitsleistung eingebracht, um die Baumfällarbeiten durchzuführen.
